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Dienstag, 28. Februar 2017

Individuelle Schneiderpuppe - Maßbüste



Im Forum der Hobbyschneiderinnen nahm alles seinen Anfang. Etwas gelangweilt surfte ich herum und landete in der Rubrik Kontakte. Dort las ich im Threat Treffpunkte - Findung, für die Herstellung einer Schneiderpuppe wer sich wo treffen wolle, zur gemeinsamen Herstellung einer Schneiderbüste.

Wirklich wach wurde ich allerdings erst, als ich von 2 Userinnen las, die doch tatsächlich, genau wie ich selbst, irgendwo im Nirgendwo wohnen.

Wir schrieben uns ein paar Mal per privater Nachricht - und schon war der Termin gesetzt.
Meine Freundin U.  ebenfalls vom Fach, aber aus dem off - gesellte sich  auch noch dazu.

So kam es, dass ich Anfang Februar an der Haustür einer mir völlig fremden Frau klingelte, um mir den Body abformen zu lassen.

Und was soll ich sagen - ich hätte mir für uns keine bessere Gastgeberin wünschen können!
Das Wohnzimmer war  gut vorgheizt, die große Glastüre wurde abgehängt, zum Schutz vor neugieren Blicken, und alles war perfekt vorbereitet.
Überhaupt hat es super gepasst mit uns 4 Frauen - und die 3 haben richtig gute Arbeit im Team geleistet, um mich abzuformen.

Die  Anleitung nach der sie vorgegangen sind gibt es hier im  Forum:
wir bauen uns eine eigene Schneiderpuppe - und die sieht aus wie wir!
Meldet euch an, damit ihr die Fotos sehen könnt!



Hier nun meine Foto-Doku:

Über meinem Body trug ich eine Plastikfolie. Habe den Tipp beherzigt eine Folie aus der Reinigung zu besorgen, diese Dinger die sie über die fertigen Kleider rüberziehen. Das war eine sehr gute Idee, denn die Folie trägt nicht auf, wärmt etwas und lässt sich später gut wieder entfernen.





Die erste Schicht ist fertig und das nasse Band wurde trocken gefönt,


Die erste Schicht wird markiert, damit man in der zweiten Runde erkennen kann, wo man bereits war und wo noch nicht.



Zum Abschluss werden die relevanten Linien und Punkte markiert.


Wir haben uns entschieden die Büste in der hinteren Mitte aufzuschneiden, alternativ hätte man auch die Seite aufschneiden können.




Im Folgenden hieß es dann für mich die Büste auf einen Ständer zu bringen. Auch hier hielt ich mich an die Tipps der  Anleitung bei HS24
Ich kaufte mir eine günstige Styropor Büste die ich so zurechtschnitt dass sich meine Nassklebe-Band-Büste drüber ziehen lässt.

Zum Schneiden - oder besser gesagt säbeln  - des Styropors verwendete ich dieses lange blaue Messer aus dem Baumarkt. Mit dem Teppichmesser habe ich 'vorgeritzt'.




Das mit dem Zurechtschneiden des Styropors war eine ganz schöne Sauerei und ich habe mich auch irgendwie ungeschickt dabei angestellt - jedenfalls würde ich beim nächsten Mal eine Büste ordern die ein oder zwei Nummern kleiner ist als die eigene.



Um meine Konstruktionslinien auf die Büste zu übertragen habe ich meinen Grundschnitt aufgesteckt und sie kopiert.


So sieht mein Endergebnis dann aus - nicht schön aber selten.
(Mein Büstenbezug hat nicht für die Armansätze gereicht aber ich hab nun keine Lust mehr das noch zu optimieren, erstmal hab ich die Armansätze nur mit Vlies beklebt und das Armloch markiert). 



Der Bezug ist mit Sprühkleber an der Büste fixiert, so wie  im Hofenbitzer-Video gezeigt.

Für alle die das Video noch nicht kennen, hier nochmal der Link:

Video zur Erstellung einer Schneiderbüste nach Hofenbitzer

FERTIG! :-)


verklinkt bei:

Sonntag, 5. Februar 2017

Schnittkonstruktion Wasserfall (2) - Blaue Edition


Die Wenn's und Aber's der Konstruktion eines Wasserfallausschnittes auf Basis eines Web-Grundschnitts mit Brustabnäher.

Oder: Wie sich die Parameter von Schulterbreite, Ausschnitttiefe, und Mehrweite  in der VM bei dieser Konstruktion variabel bestimmen lassen.


Laaangweilig - das werden sicherlich manche Leserinnen jetzt denken.
Aber ich hasse es, wenn die Dinge unerledigt bleiben.

Also zurück zu der Wasserfallkonstruktion aus dem Web-Grundschnitt mit Brustabnäher.

Mit Klick auf diese Grafik seid ihr auf dem Downloadlink meiner Konstruktion im Maßstab 1:4, über die ich zum MMM hier bereits bloggte.



Heute möchte ich nun etwas mehr ins Detail gehen.

Jede Figur mit dem entsprechenden Grundschnitt bringt andere Voraussetzungen mit sich,

Das was ich an dieser Konstruktion sehr mag ist, dass ich die Parameter

- Schulterbreite
- Ausschnitttiefe und
- Mehrweite zur vorderen Mitte

individuell und im Wechselspiel miteinander selbst bestimmen kann.

Hier habe ich 3 mögliche Varianten übereinander gezeichnet:
Am Beispiel der blauen Variante möchte ich meine Konstruktion genauer erläutern.

Hier ist die Schulterbreite mit 10cm festgelegt worden und die Tiefe des vorderen Ausschnitts mit 13cm.
1. Eine wichtige Bedingung bei der späteren Zeichnung des Ausschnitts ab Schulter, ist der rechte   Winkel in der vorderen Mitte, und auch unten am Saum sollte abgewinkelt werden.
2. Der Betrag der gemessenen Länge des vorderen Ausschnitts, (Tiefe 13cm s.o.) soll gleich dem Betrag der Länge des neu konstruiertem Wasserfall-Ausschnitts sein. Hier in meiner blauen Version sind es 30,5cm.
3. Je nach Konstruktion ergibt sich durch die Verlängerung der vorderen Mitte zum Saumpunkt ein bestimmter Wert an Mehrweite in der vorderen Mitte, auf Höhe des Brustabnähers.  Hier sind es 4cm.
4. Unter Umständen muss der Schulterpunkt erhöht werden, damit sich die Länge des Ausschnitts auf den neu zu konstruierenden Wasserfallausschnitt übertragen lässt. Hier wurde abgewinkelt und um 2,5cm erhöht - dann die Schulternaht neu ausgezeichnet. 



Meine Tests zum Kleid mit halbem Teller gehen weiter. So sieht es aus, wenn ich das Oberteil mit dem 'blauen Ausschnitt' habe.  Ich möchte noch ein Kapuze anbauen und überlege jetzt, ob mir der Ausschnitt in dieser Variante dafüe tief genug ist. Mal sehen... .



verlinkt bei:

Mittwoch, 1. Februar 2017

Kurz vor Tonne!


Hallo Ihr!

Im Selbstgenähten sehen und gesehen werden - das ist heute wieder das Motto beim MMM.

Bei mir gibt es diesmal ein Murks-Kleid zu sehen. Der Schnitt ist wieder dieses Wasserfall-Kapuzen-Kleid, ein Modell nach eigenem Entwurf an dem ich seit einer Weile immer mal wieder herumbastele.


Der Stoff ist ein Leo-Jersey, aber das Kleid ist mit unelastischem Taft unterfüttert. Glaub ich mag gar nichts weiter mehr zu dem Modell sagen. Es war kurz vor Tonne, aber dann habe ich alles noch mal getrennt und versucht es zu retten. Hier jedenfalls seht ihr die Endversion.


Als ich das Kleid im Herbst nähte habe ich  ein paar Fotos gemacht. Aber irgendwie sind Herbst und Winter nicht die richtige Jahreszeit für das Kleid. Vielleicht trage ich es dann doch eher im Frühling und Sommer - oder auch gar nie -  das bleibt noch abzuwarten.






Meine Probiererei mit dem Schnitt geht in diesen Tagen weiter. Ich dachte mir, ich versuche es mal mit einem halben Teller im Rock-Teil, und setze oben meine Wasserfall-Kapuzen- Konstruktion an. Dazu eventuell einen etwas zum Saum hin ausgestellten Ärmel?

Das was man hier auf dem Foto sieht ist nur provisorisch gesteckt. Ich habe den halben Teller zugeschnitten und über mein fertiges Shift-Kleid gezogen und einen Stofffetzen ins Armloch gesteckt. Warum die Länge hier so schräg aussieht weiß ich auch nicht.
Aber es hat etwas - finde ich jedenfalls. :-)




Ja - und dann machte ich mich daran so eine Kleid-Grundform mit 1/2 Teller für mich anzupassen. Ehrlich gesagt habe ich mich innerlich auf die große Ernüchterung vorbereitet- aber wider Erwarten finde ich die Silhouette an mir gar nicht so schlecht. Geht... würde ich sagen. Mit einem passenden Cardi drüber kann ich das glaube ich tragen.


Im nächsten Schritt werde ich mir aus meinem wunderschönen Probestoff (Ironiemodus!) ein paar Wasserfälle mit verschieden großen Ausschnitten zuschneiden und probenähen  - um dann an den bevorzugten noch eine Kapuze anzukonstruieren.

Zu diesen Ausschnittvarianten habe ich jetzt auch endlich mein Tutorial fertig , das kann ich dann mitposten.





Jetzt aber zur großen Show auf dem Me Made Mittwoch Blog: