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Dienstag, 9. Juni 2015

Rote Jacke - Burdastyle 2/2012 #129



Ergänzend zu meinem Kirschblütenkleid habe ich mir eine rote Kurzjacke genäht, worüber ich heute beim MMM sehr gern berichten möchte.
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Wenn ich im Büro sitze, ist es mir ohne Jacke eigentlich fast immer zu kalt, und erst recht wenn ich kurzärmelig trage. Also suchte ich nach einem passenden Schnitt für eine Jacke zu meinem Kleid. Um die Linie d. Kleides auch mit der Jacke drüber zu erhalten, wollte ich einen Schnitt der ebenfalls einen Princessabnäher hat. Die Durchsicht aller Burda Magazine ab 1/2004 brachte im Ergebnis einen einzigen Schnitt der in Frage kam: Burdamag. 2/2012 #129!
Um zu gucken ob das mit der Jacke zum Kleid gut aussehen könnte, habe ich sie mir vorab digital anprobiert - sie für gut befunden - mir den Schnitt nach meinem Script angepasst - und eine Probe geschnitten und gesteckt:


Die Probe hat sofort gut gepasst, so dass ich mir die Jacke ohne weitere Änderungen aus richtigem Stoff zuschneiden konnte.
Der 'richtige Stoff' ist in diesem Fall ein beschichteter roter Stoff aus meinem Lager. Er war auf jeden Fall sehr günstig im Einkauf soweit ich mich erinnere. Seine Eigenschaften lassen sich nicht gut beschreiben. Die Beschichtung ist irgendwie ein dünner Film, aber man kann den Stoff verarbeiten wie jeden anderen. Es gibt zwar Löcher wenn man ihn durchsticht aber nach dem Bügeln verschwinden sie wieder. Weil der Stoff relativ dünn ist, entschied ich mich alles komplett mit Einlage zu unterlegen.
Die fertige Jacke passt wirklich gut zum Kleid wie ich finde. Ich denke aber ich kann sie u. U. auch mal zur Hose tragen:



Hier auf dem letzten, obigen Foto kann man ganz gut sehen, dass ich grenzwertig viel Weite im hinteren Ärmel habe. Dahingehend muss ich den Schnitt noch mal korrigieren, sollte ich ihn wiederholt nähen wollen.

Weil der Stoff wie oben bereits erwähnt, ziemlich wenig Stand hat habe ich sowohl Unter- als auch Oberkragen mit Einlage versehen. Bei so einem doch recht großen Kragen braucht es für die Form genügend Rollweite im Oberkragen. Weil von vorneherein nicht genau wusste wieviel, habe ich vorsorglich 2cm mehr Nahtzugabe angeschnitten - und das war auch nötig!  Nach dem der Unterkragen angenäht war, hielt ich den Oberkragen mit der Hand in Form und steckte Nadeln um die benötigte Rollweite zu ermitteln.
Der hochgeklappte Kragen hier im Foto zeigt ganz schön was ich meine mit der Rollweite - oder?


Und jetzt kommt das Beste vom Feste: Ich bin neuerdings stolze Besitzerin eines tollen  Trench der ebenfalls sehr gut zum Kleid passt! Der Trench ist selbsgenäht! Ein Geschenk von einer Frau aus meinem Nähtreff. Sie hat ihn schon vor vielen Jahren genäht und trägt ihn nun nicht mehr.
Ein gutes Stück aus einem tollen Stoff der obendrein stretchig ist.


Für meinen täglichen Weg zur Arbeit, den ich teils mit dem Rad und teils mit dem Zug zurücklege, ziehe ich den Trench über und noch eine Leggings über die Strumpfhose. Die rote Jacke packe ich in den Rucksack weil ich sie später indoor tragen möchte.

Ich liebe es in diesen  Tagen im Frühsommer morgens meine Wegstrecke (c.a. 8km) mit dem Rad zurückzulegen! Es geht mitten durch die Natur! :-)



Ich sah einen Hasen und ein Reh gleichzeitig auf einem Weg, aber leider sprangen sie beide weg, gerade als ich auslösen wollte für das Foto.
Dann war da aber noch eine abgebrühte ältere Ricke, die mich ziemlich aus der Nähe eine ganze Weile anstarrte und sich dabei fotografieren ließ. Das  zweite Reh entdeckte ich erst auf meinem Foto nach dem Heranzoomen. :-)

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Hier bin ich nun fertig!
Dann mal rüber zur Schaltzentrale     --------->