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Sonntag, 27. Oktober 2013

SWAHerbstPlan - 2/3 der Zeit sind herum!



Mema (http://www.von-mema.de/) fragt heute auf unserem SWAP-Blog wie wir mit dem Nähen nach Plan umgehen. Können wir unser Näh-Hobby dabei geniessen oder überwiegt für uns der Stress, wenn es über einen gewissen Zeitraum darum geht, die gerade noch zu bewältigende Schwierigkeit im Auge zu behalten?
Vorab kann ich sagen, dass das SWAP-Nähen als solches für mich kein Stress ist . Es hilft mir meine Aktivitäten zu strukturieren. Wenn ich es nicht schaffe meine Vorsätze einzuhalten, dann verzeihe ich mir das ganz schnell. Die schwierige Herausforderung zu Beginn ist trotzdem etwas was mir gefällt, denn wer weiss was geht. ;)

Aber wie ist es mit dem Näh-Hobby für mich ganz allgemein?

Hier ein paar Antworten:
  • Nähen macht mir tatsächlich meistens nicht wirklich Spaß und es entspannt mich auch nicht
  • Nähen ist für mich Arbeit im positivsten Sinn, die mich ausfüllt und fordert und letztlich zufrieden macht
  • Genießen kann ich bei meinem Näh-Hobby die Freiheit ganz allein selbst zu bestimmen, was ich wann, warum und wie genau machen möchte
  • Und auch das Näh-Bloggen ist etwas was ich genieße
  • Nähen macht mich glücklich, wenn es vorangeht und ich einen Erfolg für mich feststellen kann
     Hiermit leite ich nun über zu dem Stand meiner SWAP-Kostümjacke: 
    Neuer Schnitt -> Neues Glück würde ich sagen!
      Der letzte Post war mir schon ein bisschen peinlich. Ich habe mir nichts dabei gedacht, meinen echt umständlichen Weg mit der Anpassung des Burda Schnittes zu posten. Bin jemand der gern laut denkt... aber mit so vielen Kommentaren und soviel Aufmerksamkeit habe ich im Vorhinein nicht gerechnet.
      Gestern hatte ich wieder Zeit mich mit meiner Probe auseinanderzusetzen. Vorgegangen bin ich so wie die ganze Zeit bei diesem Schnitt mit Stecken und Malen am Körper und der anschliessenden Übertragung der Änderungen auf den Schnitt. Bei der Arbeit habe ich die Krageneinsatznaht nach vorne verlegt und es ist ein Brustabnäher zur Seite entstanden.
      Die Jacke passt jetzt wie ich finde. Der Einsatz ist verschlankt und ich kann die Jacke sowohl genknöpft als Doppelreiher, als auch offen tragen:
      Aber hört ihr es auch klatschen??? :-)) Das ist das Geräusch das entsteht, während ich mir wiederholt mit der flachen Hand vor die Stirn schlage. Denn beim Vergleich des fertigen Vorderteil-Schnittes (immerhin Nr.7! ) und dem Original von Burda (meinen Brustabnäher habe ich zuvor zugelegt) fällt mir auf, dass ich wirklich nichts anderes ergeben hat, als die üblichen Änderungen die ich schon seit Jahr und Tag für meine Figur vornehme. Und zwar schiebe ich immer seitlich unter dem Arm 1- 2cm nach aussen weil ich so ein breites Kreuz habe. 
        O.k. - die Änderungen am Rücken sind vergleichsweise krasser. Früher habe ich den Rücken standartmässig verbreitert aber das wäre hier nicht angezeigt gewesen. Diese Erkenntnis verbuche ich in diesem Fall als Gewinn aus meiner Jacken-Steckproben-Aktion.

      Hier nochmal der Vorher-Nachher Vergleich meiner Proben mit Nahtlinie über dem Brustpunkt und nachher mit der nach vorn verlegten Naht:

           ---
          Mein Fazit  ist nun, dass ich viel gelernt habe, und ich habe eine Idee entwickelt, wie ich durch Abstecken solch eine Jacke in der Passform verbessern kann.
          Aber für die Zukuft bleibe ich dabei mit Grudnschnitten zu arbeiten die ich zum Modellschnitt abwandle. Das ist für mich persönlich einfach die bessere Methode.
          Wobei letzlich auch für die gute Anpassung von Grundschnitts-Konstruktionen die Praxis des Absteckens bei der Anprobe von Nöten ist. 
           ---
          Im Laufe der kommenden Woche werden sicher noch einige andere zum SWAP-Bericht im Oktober verlinken.Wie geht es, wie steht es? Hier werde ich gucken:

        Missing Link, SWAP 2013, 3.Teil


        Sonntag, 20. Oktober 2013

        Kostüm-Sew-Along 2013: Teil 4



        (rechtes Bild: http://www.burdastyle.ru/model/2013-burda-8-106-a)

        Aller Vorrraussicht nach schaffe ich es wohl nicht meine Kostüm zum letzten KSA-Termin fertig zu nähen!
        Es hat so unglaublich viel Zeit gebraucht den Schnitt der Jacke für mich anzupassen.

        Aber nun mal ganz von vorn:
         Ich bin jemand der eigentlich immer mit Grundschnitten arbeitet und sich diese zum Modellschnitt abwandelt.
        In diesem Fall hätte es  einen Jackengrundschnitt mit vorverlegter Seitennaht und Zweinahtärmel gebraucht, den ich dann mit dem Burda-Modell abgeglichen hätte. Aber ich hatte keine Lust (nach Müller) zu konstruieren. Dann habe ich mir gedacht, ich lasse mir vom Drucker schnell einen Jackengrundschnitt nach meinen persönlichen Massen  von Pattern Maker ausspucken und arbeite damit. Aber beim Vergleich der Schnitte von Burda und Pattern Maker habe ich gesehen, dass die Linien einfach zu stark voneinander abweichen. So war der 'Leena-Ärmel' z.B. mit ganz anderen Nahtlagen als der von Burda.
        Zugegebenermassen stand ich da,wie der Ochs vorm Berg!
        Aber nachdem ich mich schon im letzen Winter bei unserem SWAP vor dem Nähen einer Jacke gedrückt hatte, und weil ich doch offiziell hier bei Catherines (http://allures-und-couture.blogspot.de/) KSA teilnehme und auch für unseren neu aufgelegten Herbst SWAP eine Jacke brauche... musste ich die Sache diesesmal einfach durchziehen. Also ran an den Speck:
        1. Zuerst habe ich eine Probe aus einem Wollstoff gesteckt und ich habe sogar gehofft,  ich könnte den Schnitt mit wenigen Änderungen übernehmen (obwohl ich eigentlich ganz genau weiss, dass das für meine Figur niemals geht - aber die Hoffnung stirbt zuletzt...)
        2. Dann bin ich mit meiner Probe zum Nähcafe und habe sie dort von den Frauen checken lassen und mir auch den Ärmel reinstecken lassen und alles schien o.k....
        3. ... aber nachdem ich zuhause Fotos von der Probe gemacht habe, und nachdem ich diese Fotos mit Julia (http://sewinggalaxy.blogspot.de/)  besprochen hatte war klar, dass ich meine Augen angesichts der doch fehlerbehafteten Passform nicht verschliessen konnte.Vor allen Dingen der Rücken hat nicht gepasst und die Balance von Vorder- und Rückenteil war nicht o.k., ausserdem fehlte Weite  im Vorderteil auf Brusthöhe. 

        Für mich hieß es nun abstecken! Tatsächlich habe ich das noch NIE gemacht!!! So kam es dann also zu einem Autodikakt-Intensivkurs zum Thema Schnittanpassung durch Abstecken  bei der Anprobe!
        Meine Technik, alles nur mit Sichherheitsnadeln zu stecken hat sich dabei sehr bewährt! Und auch die Tatsache, dass ich bzgl. meines Probestoffes aus dem Vollen schöpfe war gut, denn ich habe sechs (!!!) Proben gesteckt!


         Beim nächsten Mal bin ich auf jeden Fall schlauer was die Reihenfolge beim Ändern durch Abstecken betrifft: Julia (http://sewinggalaxy.blogspot.de/) hat mir erklärt man beginnt mti der VM, kümmert sich dann um den Rücken bzw. die Balance zwischen Vorder- und Rückenteil, (was auch die Lage der Schulternaht betrifft)... und zum Schluss checkt man vom Brustpunkt ausgehend die Weiten (Taille etc.).



        Hier jetzt das  Ergebnis in allen Ansichten:




        Ich finde die Jacke passt jetzt gut. Aber sie sieht nicht so aus wie die Original-Jacke aus der August Burda (siehe Vergleich 1. Foto oben). Das liegt daran dass meine Proporionen vom Standart für den der Burda Schnitt konstruiert wurde, abweichen. Im nächsten Foto habe ich die Eckpunkte des Einsatzteils markiert (  Brustpunkt,vordere Mitte und  Schnittstelle Teilungsnaht zu Taille).


        Eine Verbindung der für meine Figur verbindlichen Punkte ergibt ganz einfach nicht so ein schön langgezogenes udn gerades Einsatzteil wie bei Burda: 


        http://www.burdastyle.ru/model/2013-burda-8-106-a
        Ein bisschen frustrierend ist das! Mir zum Trost konnte ich feststellen dass ich nicht die Einzige bin die dieses Modell nachnäht und mit diesem Problem zu kämpfen hat Ich habe im Netz bereits viele nachgenähte Versionen gesehen wo aus dem Doppelreiher einfach ein Einreiher gemacht wurde, indem der Knopf in der Taille kurzerhand nach Links versetzt wurde. Kurz habe ich überlegt ob ich es auch so machen möchte, weil dann die ursprünlichen Propotionen bzw. Linien des Modell gewahrt worden wären. Und ganz ehrlich... ich trage die Jacke eh meistens offen. Aber mein Ehrgeiz war geweckt und ich will  mir nach alle meinen Mühen der Anpassung doch nun keine Jacke nähen die eigentlich nicht passt.
        Der Stand der Dinge ist nun, dass ich überlege ob ich die Teilungsnaht durchgängig nähe und auf das Einsatzteil vorn verzichte.
         Ich weiss nicht was ich machen will! Könnt ihr mir sagen was das Beste wäre???

        Hier noch die Ansicht  von der Jackenprobe wie ich sie zu der original Kostüm-Hose trage:


        --- snipp ---

        So - der Post ist jetzt fertig und ich geh raus zum Entspannen. Ehrlich gesagt finde ich das Nähen oftmals als sehr anstrengend und arbeitsintensiv, so wie auch diesesmal. Entspannen kann ich mich eher bei anderen Dingen. :)

        Hier gucke ich nachher wie es den anderen Teilnehmerinnen beim Kostüm-Sew-Along ergeht.. ob enspannt oder gestresst:


        Donnerstag, 3. Oktober 2013

        Pants Muslin: Burdamagazin 8/2013 #118




        This time I want to share my fitting process to the pants of Burda, 8/2013 #118.

        I made some drawings and  pics which explain my alterations by themselves - I do hope at least.

        Pants fitting is such a complicated theme and we really could talk a lot about, but at least the final pattern lines tell us the truth.  IMO

        So let's start: 


        At first I straightened the lines by altering my pattern, like it is shown in the drawing:


        The most important thing is to eleminate the bagginess in the back. Watch the lines: Before straightening, the line was broken at the point  where I marked the blue circle. After the adjustement of the pattern, the line is much more smooth and the pleats in this area are mostly gone. Note that it is always a process of approximation, to straighten the lines.


        Jet a focus on the pattern adjustements in this area:


        The next thing I had to do was to correct the waist line. I took in some fabric, because in the upper part of my pants there was still too much length.  This straightened the lines again downwards the legs.


        My pleats were marked on the fabric...


        ... and to get the new pattern pieces they were pinned again.


        Et voilà - here are the final paper pattern pieces:


        Last overiew of the pattern adjustements:




        I have to admit, a bit bagginess left over, but I wouldn't overstate this point.



        Watch the lines again. You will recognize that the lines are not yet straight in the area where I marked the circle. As a direct consequence we see these wrinkles:


        If I want to sew again a pair of pants following this Burda pattern, I would clear this.
        But so far I think my Editorial Burda Pants came out really nice.