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Freitag, 5. Januar 2018

Lieblingskleid - Uniform - what ever...

Mein Lieblingsschnitt ist der sogenannte Schwanenkleid-Schnitt von Burda

Hier seht ihr eine Flotte einiger meiner Kleider nach dem Schnitt:


Und ich habe es wieder getan. Hier habe ich mir ein Modell nach meinem für Stretchsstoffe angepasstem Schnitt komplett aus Spitze genäht.


Haha, natürlich trage ich das Kleid nicht ohne ein Unterkleid. Der Spitze habe ich günstig bei ebay ersteigert und der Stoff des Unterkleides ist der elastische Feingabardine von der rote Faden. (Aus dem Gabardine habe ich auch eine schwarze Hose die ich sehr liebe, die zu meinem Bedauern aber leider pillt).


Hier (siehe unten) habe ich die Filter im Photoprogramm ein bisschen geschoben, damit die Struktur der Spitze besser zu erkennen ist.
Dieses Spitzenkleid war von Anfang an ein Hit. Nähen ging super und das Ergebnis hat mich überrascht. Trés chic ist es geworden und trotzdem irgendwie alltags kompatibel mit meinen Stiefeletten oder auch mit Stiefeln.


Weil der Schnitt für mich einfach gut ist, habe ich mir noch die Mühe gemacht eine Web-Version zu konstruieren. Ich will endlich mal einen wenigstens etwas weiteren Rock tragen.


Diese Version für Webstoffe, in länger, und mit ein bisschen mehr Weite im Rock gefiel mir als Probe sehr gut.


Ich nahm mir also einen Stoff den ich noch hatte und nähte es - aber DAS wurde dann ein Fail Ist der Stoff zu bunt? Das Muster schlecht aufgeteilt? Keine Ahnung  - es sieht auf jeden Fall nach Nachthemd aus und ich bin enttäuscht.


Anfangs dachte ich mir noch, wenn ich schöne Schuhe dazu trage und einen passenden Cardigan, dann könnte das Kleid für mich noch tragbar werden.
Also habe ich mir meine Folien wieder herbeigeholt und mir einen Zuschnitt für einen Cardi auf der Grundlage des Schwanenkleid-Schnittes überlegt.


Für euch habe ich das abfotografierte Chaos noch mal ordentlich gezeichnet. Schätze jetzt kann man erkennen wie ich den Cardi zugeschnitten habe. Hoffentlich! Der Cardi-Schnitt mit Blende ist gelb unterlegt.
Mein Cardi-Stoff ist auch wieder einer den ich schon lange liegen habe. Es ist ein ganz toller, tief schwarzer und glänzender Plüsch von extremtextil . Ich weiß jetzt aber nicht mehr welcher Artikel das genau war. Auf jeden Fall liebe ich den, weil er so urkuschelig ist.


Die Idee von dem Schnitt kam von einem Kaffeeröster-Cardigan aus sehr dünnem Viscose Jersey (obere Reihe in der Collage).
Tja - man sieht wohl was passiert, wenn Immi den Schnitt von einem dünnen Viscose-Cardi in dickem Plüsch vernäht.


Der Plüsch fällt natürlich vorne in der Mitte nicht zusammen und ich habe da ziemlich viel Gebamsel. Meint ihr ich sollte das noch mal ändern? Die Fäden für die Mitten sind noch drin. Ich weiß gerade nicht.

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Der Plüsch-Cardi über meinen Kleid-Fail getragen: das sieht leider nach Oma Brummelkamp aus.

Nix zu machen - so ziehe ich das nicht an.

Eventuell kürze ich das Kleid wieder. Aber was mir  noch besser gefällt wäre es auf Tunika-Länge zu kürzen und dann zur schwarzen Hose zu tragen.


Na ja, zu meinem Karo-Kleid finde ich, kann ich das Plüsch Ungetüm recht gut tragen. Werde es aber noch abfüttern müssen, sonst klebt es alles wie verrückt. Hier am Foto sieht man auch, dass das Kleid sich so zusammenwuselt weil der Plüsch es stoppt.


Ich mag den Rücken des Cardi - der Schnitt passt sich so schön an meine Lordose an.





So - jetzt habe ich nach langer Zeit auch mal wieder einen Blogpost raus. Und die Fotos schoss ich ausgerechnet an einem bad hair day und auch noch indoor, weil es draußen den ganzen Tag nur regnete.

Ich frag mich ja immer wie die anderen das alle machen:


Freitag, 7. April 2017

Schnittkonstruktion Kapuze an Wasserfall


Hier zeige ich wie ich die Kapuze an mein Wasserfall-Oberteil anzeichne. Es handelt sich um eine Konstruktion mit Rückenanlage.
Kein Hexenwerk und eigentlich schnell gemacht. :-)


Vielleicht mag jemand meine Konstruktionsschritte im Einzelnen verfolgen? Ich habe versucht alles mit ein paar Grafik-Dateien darzustellen.

Basis ist meine 'blaue Edition', ein Vorderteil mit Wasserfallauschnitt dessen Konstruktion ich  hier in diesem Post bereits zeigte.

Wir zeichnen zwei Hilfslinien (rot). Eine die parallel zur vorderen Mitte der Basis verläuft und eine weitere Parallele, die in etwa den Abstand hat wie hier in der Zeichnung.


Nun machen wir ein 'Rückenanlage'. Das bedeuet wir nehmen uns das Schnitttteil des Rückens und legen es an. Die äußeren Schulterpunkte des Vorderteils und des Rückenteils treffen aufeinander und das Rückenteil wird so zurechtgedreht, dass seine hintere Mitte parallel zu der Mitte des Vorderteils (unsere Hilfs-Parallele) verläuft. Die durchgezogene blaue Linie in der Zeichnung unten, ist dann die hintere Halsansatznaht der Kapuze.


Das einzige Maß, das ich für meine Kapuzenkonstruktion brauche ist die Kapuzenhöhe. Bei mir beträgt sie vom Schulterpunkt auf die Hilfslinie nach oben gemessen 35 cm.


Und schon geht es an das Auszeichnen der Kapuze!
Auch hier zeichne ich ein  Gerüst aus abgewinkelten Hilfslinien (rote Linien) - in der Grafik kann man erkennen welche Punkte und Linien für die Auszeichnung der Kapuze gesetzt werden.


Erlaubt es der Stoffverbrauch nicht die Kapuze an das Vorderteil anzuschneiden, kann man sie auch extra zuschneiden. Es bietet sich an die Naht entlang der angelegten Schulternaht des Rückens zu machen (die schwarze gestrichelte Linie).
Hier das fertige Schnittteil:


Soviel zur Konstruktion der Kapuze. Da ich nur für mich selbst nähe und keine Probenäherinnen einsetze für so ein selbsgebasteltes Modell kann ich nur mutmaßen, welche Stoffe sich am Besten zum Vernähen eignen.
Meine Version aus Lillestoff Jersey gefällt mit aber gut - ich freue mich, dass ich gar keinen Zug am Hals habe, weil der Wasserfallausschnitt von der Kapuze nach hinten gezogen würde.



verlinkt bei:

Lillestoff  und  Schnitt-Fest

Mittwoch, 5. April 2017

Frühlingserwachen beim MMM

Das Motto heute beim MMM ist also Frühlingserwachen. Bei dem Thema muss ich nicht zuerst ans Nähen denken, sondern an meine Deutsch Abi-Arbeit - Frank Wedeking:  'Frühlingserwachen'.

Lange ist das her - hier und heute steh ich jetzt in meinem Wasserfall- Kapuzen-Kleid in der Frühlingssonne.


Das Kleid ist aus dem Lillestoff Farn-Kombi. Weil ich viel Rad fahre, habe ich mir zusätzlich eine Radlerhose genäht.


Der Rock ist eine Glocke - ein halber Teller schien mir für mich und für diesen Stoff zuviel Weite. Außerdem ist so ein gemäßigter Glockenrock ja auch sparsamer im Stoffverbrauch.


Es erschien mir einfacher vorab in kleinerem Maßstab zu konstruieren und dann hochzuskalieren. Ich habe gezirkelt und dann den Formbund, die gewünschte Hüftweite und die Längen abgetragen.

Auf Insta postete ich ein paar Fotos zur Schnittentwicklung. Anfangs dachte ich so eine Zwischenlänge wäre schön und vielleicht sogar asymmetrisch - aber die Kommentare haben mir dann bei der Entscheidung geholfen, für eine kürzere und gerade Länge.


Hier die Kapuze zur Ansicht an der Büste , schön zurechtgezuppelt für das Foto. Sie ist mit Rückenanalge konstruiert. Die Konstruktion mache ich die Tage noch für den Blog fertig. Ich freu mich dass Alexandra jetzt ihr Linktool 'Schnittfest' eröffnet hat - so gibt es erstmals eine Linkparty wo Blogposts über eigene Schnittkonstruktionen gesammelt werden.


Auch wurde ich auf Instagram im Kommentar gefragt, ob ich mit meinem Kleid nun  zufrieden sei. Ganz ehrlich? Also ja, mit dem Modell und der Konstruktion bin ich 100% zufrieden. Die Kapuze ist super und auch der Ausschnitt gefällt mir so - vor allen Dingen rutscht er nicht mehr nach hinten, wobei ich mich frage ob das hier an der Konstruktion liegt oder am Stoff den ich für das Kleid wählte.


Nur mit mir selbst bin ich nicht wirklich  zufrieden. Jedenfalls habe ich den Verdacht, dass dieses Kleid an einer Standart 38er Größe noch viel toller aussehen könnte?



Wie auch immer...

ich schick euch schöne Frühjahrsgrüße und verlinke zum:


Dienstag, 28. Februar 2017

Individuelle Schneiderpuppe - Maßbüste



Im Forum der Hobbyschneiderinnen nahm alles seinen Anfang. Etwas gelangweilt surfte ich herum und landete in der Rubrik Kontakte. Dort las ich im Threat Treffpunkte - Findung, für die Herstellung einer Schneiderpuppe wer sich wo treffen wolle, zur gemeinsamen Herstellung einer Schneiderbüste.

Wirklich wach wurde ich allerdings erst, als ich von 2 Userinnen las, die doch tatsächlich, genau wie ich selbst, irgendwo im Nirgendwo wohnen.

Wir schrieben uns ein paar Mal per privater Nachricht - und schon war der Termin gesetzt.
Meine Freundin U.  ebenfalls vom Fach, aber aus dem off - gesellte sich  auch noch dazu.

So kam es, dass ich Anfang Februar an der Haustür einer mir völlig fremden Frau klingelte, um mir den Body abformen zu lassen.

Und was soll ich sagen - ich hätte mir für uns keine bessere Gastgeberin wünschen können!
Das Wohnzimmer war  gut vorgheizt, die große Glastüre wurde abgehängt, zum Schutz vor neugieren Blicken, und alles war perfekt vorbereitet.
Überhaupt hat es super gepasst mit uns 4 Frauen - und die 3 haben richtig gute Arbeit im Team geleistet, um mich abzuformen.

Die  Anleitung nach der sie vorgegangen sind gibt es hier im  Forum:
wir bauen uns eine eigene Schneiderpuppe - und die sieht aus wie wir!
Meldet euch an, damit ihr die Fotos sehen könnt!



Hier nun meine Foto-Doku:

Über meinem Body trug ich eine Plastikfolie. Habe den Tipp beherzigt eine Folie aus der Reinigung zu besorgen, diese Dinger die sie über die fertigen Kleider rüberziehen. Das war eine sehr gute Idee, denn die Folie trägt nicht auf, wärmt etwas und lässt sich später gut wieder entfernen.





Die erste Schicht ist fertig und das nasse Band wurde trocken gefönt,


Die erste Schicht wird markiert, damit man in der zweiten Runde erkennen kann, wo man bereits war und wo noch nicht.



Zum Abschluss werden die relevanten Linien und Punkte markiert.


Wir haben uns entschieden die Büste in der hinteren Mitte aufzuschneiden, alternativ hätte man auch die Seite aufschneiden können.




Im Folgenden hieß es dann für mich die Büste auf einen Ständer zu bringen. Auch hier hielt ich mich an die Tipps der  Anleitung bei HS24
Ich kaufte mir eine günstige Styropor Büste die ich so zurechtschnitt dass sich meine Nassklebe-Band-Büste drüber ziehen lässt.

Zum Schneiden - oder besser gesagt säbeln  - des Styropors verwendete ich dieses lange blaue Messer aus dem Baumarkt. Mit dem Teppichmesser habe ich 'vorgeritzt'.




Das mit dem Zurechtschneiden des Styropors war eine ganz schöne Sauerei und ich habe mich auch irgendwie ungeschickt dabei angestellt - jedenfalls würde ich beim nächsten Mal eine Büste ordern die ein oder zwei Nummern kleiner ist als die eigene.



Um meine Konstruktionslinien auf die Büste zu übertragen habe ich meinen Grundschnitt aufgesteckt und sie kopiert.


So sieht mein Endergebnis dann aus - nicht schön aber selten.
(Mein Büstenbezug hat nicht für die Armansätze gereicht aber ich hab nun keine Lust mehr das noch zu optimieren, erstmal hab ich die Armansätze nur mit Vlies beklebt und das Armloch markiert). 



Der Bezug ist mit Sprühkleber an der Büste fixiert, so wie  im Hofenbitzer-Video gezeigt.

Für alle die das Video noch nicht kennen, hier nochmal der Link:

Video zur Erstellung einer Schneiderbüste nach Hofenbitzer

FERTIG! :-)


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