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Mittwoch, 21. September 2016

Probekleid fertiggenäht

Guten Morgen!
Hoffentlich bekomme ich diesen Post jetzt gerade noch fertig. Mein Internetanbieter hat nämlich angekündigt heute die Verbindung zu kappen - ausgerechnet am MMM an dem ich seit längerem endlich mal wieder teilnehmen möchte.
Also...
ich habe wieder ein wenig Schnittbastelei gemacht in Bezug auf eine Ausschnittlösung von Wasserfall in Verbindung mit Kapuze.
Für ein Probierkleid habe ich was von dieser dicken Stoffrolle genommen, die ihr hier auf dem Foto seht. Der Stoff ist ein Restposten aus einer alten Kittelschürzenfirma, es ist (glaube ich?) ein Polyesther, recht dünn aber doch fester als Chiffon. Ich wollte das Kleid wirklich nicht fertig nähen, aber dann habe ich es auf Instagram gepostet und es gefiel und ich hatte auch noch reichlich passendes Einfassband - also habe ich meine Sicherheitsnadeln entfernt und es zusammengenäht.



Mit der Konstruktion bin ich einigermaßen zufrieden, aber ich hätte auch Lust noch weiter zu probieren.


Der Puppe passt mein Kleid natürlich gar nicht, aber an ihr kann ich die Kapuze schön zeigen: 


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Nachdem ich kürzlich umgezogen bin habe ich mich gestern dann erstmals auf die Suche nach schönen Plätzen für Fotoaufnahmen gemacht,  Hier im Park war so eine Ecke,wo ich unauffällig mein Stativ aufstellen konnte, und das Licht war auch ganz gut. Diese Stelle will ich mir merken.



Das Kleid ist ja eigentlich für den Sommer, ohne Ärmel und aus dem dünnen Stoff, wenn auch mit einem Taftunterkleid. Aber in diesen Tagen, wo erst noch der goldene Herbst kommt und es noch nicht gar so kalt ist, kann ich es mit einem Cardi dazu, oder dieser Jeans-Jacke (ein allerletztes Relikt aus Zeiten in denen ich Konfektionskleidung gekauft habe) noch gut tragen wie ich finde.


Demnächst möchte ich einen auführlicheren und detaillierten Post über die Wasserfallkonstruktion machen. Mir macht diese Zeichnerei und Bastelei einfach immer am meisten Spaß und auch das Aufbereiten für den Blog - viel mehr als das Nähen selbst. 
Und weil ich noch reichlich von dem Stoff habe, wird es auf meinem Zuschneidetisch dann wohl noch öfter so aussehen wie hier, wenn ich dann weiter probiere.



Ehrlich gesagt finde ich meinen Probe-Stoff und sein  Muster nicht besonders schön aber irgendwie ist er doch sehr alltagskompatibel. Wenn ich mich so umsehe in der Stadt. dann bietet sich das Bild von ausschließlich dunkel gekleideten Menschen. Jedermann trägt Jeansblau, Schwarz, Grau oder Braun.  Dodo schreibt in ihrem MMM-Post heute auch so schön dazu, dass sie im Herbst mit ihrer Kleidung aufhört zu blühen, und dass sie überlegt ob sie etwas gegen diese Tristesse in Bezug auf die Wahl der Stoffe für diese Jahreszeit unternehmen möchte: 


Freitag, 16. September 2016

Messstreifen 1:4 und 1:3

Hier habe ich eine PDF für einen Messstreifen zum Ausdrucken:



Messstreifen 1:4 und 1:3.pdf

Selber habe ich mir einen solchen Ausdruck auf Pappe geklebt und ich benutze das Lineal für meine Schnittkonstruktionen im verkleinerten Maßstab. Meistens verwende ich die Maßstäbe 1:3 oder 1:4 der natürlichen Größe.
Wenn ich über meine Schnittkonstruktionen blogge und dazu PDF's hochlade, können die mit diesen Streifen nachgemessen werden.

Mittwoch, 6. Juli 2016

Reverse engineering: (Burdastyle 6/2013 #119)


This is how I reverse engineered the pattern Burdastylemagazin 6/2013 #119.
The black lines show my self definded standard block size 44, and the red ones indicate changes to the model.
The picture below shows the toile I made, using my personalised block.




Nachdem ich mir vor einiger Zeit meine Hemdbluse mit offensichtlichen Fehlern nähte, musste ich mir eingestehen, dass meine alte Grundprobe nicht mehr passt, weil meine Figur sich deutlich verändert hat.  Also habe ich mich aufgerafft und mir neuerlich eine Probe angepasst. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens weiter an meiner Foto-Linien-Methode gearbeitet, dazu ist aber noch kein Blog-Post fertig aufbereitet.

Hier habe ich aber Fotos die den Unterschied nach der Anpassung verdeutlichen. Die Schrägzüge unter- und oberhalb der Brust sind verschwunden...


... und auch über der Hüfte fällt nun alles schön glatt:


In diesem Post soll es nun darum gehen, wie ich mir mit meinem vorliegendem Grundschnitt den o. g. Hemdblusenschnitt umkehrtechnisch erstellte.

Reverse engineering nennt man im angloamerikanischen Sprachraum ein solches Vorgehen, bei dem die Konstrukion eines kommerziellen Schnittmusters zurückverfolgt wird.

Einen Burda Grundschnitt gibt es eigentlich nicht, aber ich habe versucht ihn mir abzuleiten und dann ein Schnittbild erstellt.
Das was ich für mich als Burda-Basis Gr. 44 definiert habe,  ist hier im Bild überlagert mit dem Hemdblusenschnitt. Der Grundschnitt sind die schwarzen Linien und das Modell hat die roten Linien.
Dies ist nur der Bodice-Schnitt, denn Kragen, Knopfleiste und Ärmel waren für mich erstmal nicht relevant und wurden weggelassen.


Die Konstruktion der Hemdbluse ist insgesamt sehr nah am Grundschnitt.
Es gibt folgende Änderungen:
  1. Vertiefung des vorderen Halsausschnitts
  2. Vertiefung und Erweiterung des Armlochs
  3. Verkürzung des Brustabnähers
  4. Eliminierung der Taillenabnäher in Vorder- und Rückenteil
  5. edit:
    1.  Vergrößerung der Brustbreite im Vorderteil s. Mehrweite am Armloch
    2. Verlängerung u. Verbreiterung d. Rückens (geringfügig)
      (Punkt 5. und 6. wurden auf Hinweis in den Kommentaren nachträglich hinzugefügt)
    Etwas Kopfzerbrechen bei der Sache hat mir die Lage und Länge des Brustabnähers bereitet.
    Wo genau sollte die Spitze eines Brustabnähers liegen. Genau bis auf die Brustspitze ist doch eigentlich normal? Hat der BP aber eine Toleranz? Hat es auch damit etwas zu tun, dass im Schnittmuster aufgesetzte Brusttaschen vorgesehen sind und deshalb wird der Abnäher hier verkürzt?



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    Gern höre ich was ihr so dazu meint. Vielleicht habt ihr zu der Schnittkonstruktion noch den ein- oder anderen Tipp für mich oder Erklärungen bereit?

    Liebe Grüße
    Immi

    Samstag, 2. Juli 2016

    Latzhose - Spassprojekt

    Weil ich es einfach wissen wollte!


    In der Juli Ausgabe der Burdastyle sah ich diese Latzhose 7/2016 #109  und irgendwie gefiel mir der Schnitt. Weil ich auf dem Flur noch diese Rollen mit den Stoffen aus der Lagerauflösung einer Textilfertigungs Firma hatte, setze sich bei mir der Gedanke fest ich könnte aus meinem Streifenstoff so eine Latzhose nähen.


    Aber so ein Modell für MICH!!! Ehrlich gesagt fühle ich mich zu alt für sowas. Trotzdem ließ mich der Gedanke nicht los und ich sprach das Thema auf Twitter an. Dort stellte sich heraus, dass das Thema Latzhosen im Allgemeinen sehr polarisiert, es gab Stimmen die sich vehement gegen Latzhosen aussprachen und auch die Beführworter. Weil ich mich dann immer noch nicht entscheiden konnte, habe ich kurzerhand eine Abstimmung generiert. Aber auch das half mir nicht weiter, wie man sieht.


    Gestern habe ich mir den Schnitt dann kurzerhand rausgemacht, und mir das Modell in Gr. 44 zugeschnitten u. es zusammengebracht. Von Nähen kann ich nicht sprechen denn ich habe wirklich nur eine rüde Probe zusammengeschustert, die Markierungen sogar mit Edding vorgenommen.


    Das Ergebnis allerdings hat mich positiv überrascht. Der Schnitt gefällt mir durchaus an mir. Die Silhouette ist wieder erwarten gar nicht so daneben. Mit dem richtigen Darunter, aus einem 'gesetzterem' Stoff  und mit bestimmten Änderungen, könnte ich mir das Modell für mich sogar,  im Ernst vorstellen.

    Für den Latzhosensewalong ist aber ja leider schon viel zu spät.


    Mittwoch, 29. Juni 2016

    Korrespondierender Cardigan


    Wenn ein Tag mit Nähzeit vor mir liegt, notiere ich mir am Morgen bei einer Tasse Kaffee gern meine Nähpläne für den Tag. So gedachte ich am vergangenen Sonntag Morgen entweder mein zweites Hemdblusenkleid zuzuschneiden, oder meine Schnittanalyse von der Burda-Hemdbluse, unter meinem neuen Label 'Wie haben die das gemacht' vorzustellen.
    Und was habe ich tatsächlich gemacht? Ich hab spontan einen gekauften  XL-Cardigan zerlegt, neu zugeschnitten und wieder zusammengenäht.

    Hier ist mein  Ergebnis: 


    Und so war die Passform vorher: 


    Diese Strickjacken brauche ich eigentlich immer. Wenn ich mir ein Kleid oder eine Bluse genäht habe ist das  Projekt  für mich erst richtig fertig, wenn ich eine passende kleine Jacke dazu habe.

    Vor einiger Zeit bin ich drauf gekommen, dass es eigentlich schlau ist, wenn ich für meine Jacken direkt den Schnitt der jeweiligen Bluse oder des jeweiligen Kleides verwende. So harmonisiert das mit der Silhouette und ich habe auch kein Gewühle beim Armloch, wie das so oft bei gekauften Jacken der Fall ist, wenn der Jackenärmel enger ist als der Kleider- oder Blusenärmel. Einziger Haken bei der Sache ist, dass ich im Handel kaum diese Strickstoffe für meine Jacken finde.
    Schon ganz lange habe ich deshalb die vage Idee mir günstige Cardigans zu kaufen, um sie zu zuschneiden und meinen eigenem Schnitt drauf zu legen.

    Am Sonntag setzte ich die Idee dann spontan in die Tat um.

    Ohne zu wissen, ob gekaufte Cardigan genügend Fläche für meinen eigenen Schnitt bieten würde, habe ich ihn beherzt zerschnitten und die Lage geprüft:


    Zu meiner Freude reichte die XL-Jacke stoffmäßig. Weil durch die Neuauflage meines Schnittes letztlich die Seitennähte nicht mehr passten, hab ich den Differenzbetrag in der Seitennaht in den Brustabnäher gelegt. Mein Brustabnäher im Cardi ist jetzt kleiner als der im Kleid, aber das ist ja auch o.k., denn der Cardi darf ja gern etwas lockerer fallen als das darunter.
    Die Taillenabnäher hatte ich zwar eingezeichnet aber nicht genäht. Bitte nicht  erschrecken über die Markierungen mit dem schwarzen Filzer - das ist einer der sich rückstandslos wieder auswäscht.


    Hier nochmal die Frontansicht im Vorher-Nachher-Vergleich:
    Die Jacke hatte ich korrespondierend zum Kittelschürzenkleid nach dessen Schnitt genäht.


    Sie passt aber auch zu meinem Wasserfall-Jersey-Kleid:


    Was soll ich sagen? Nähen macht glücklich!

    Alles in allem war dies für meine Verhältnisse eine Turbo-Näh-Aktion - hat alles nur 6 Stunden gedauert.

    Ps: In meiner Phantasie war ich bei Great Britisch Sewing Bee und hab die Refashion-Challenge gewonnen. 


    Jetzt ihr! Ich bin gespannnt was bei euch so los ist: 


    --- edit ---
    Hier nachträglich noch ein Foto für Friedalene damit wir über ihre Frage im Kommentar sprechen können. Hier liegt der Folienschnitt aber leider nur lose drauf und noch nicht exact platziert.



    Mittwoch, 22. Juni 2016

    Waschkittel

    Es war einmal eine Immi die sich einen Hemdblusenschnitt schön anpassen wollte... und so ergab es sich, dass sie sich eine wunderschöne Kittelschürze nähte... . :-)

    Der Stoff meines Hemdblusenkleids ist von Hemmers (direkt vor Ort im Laden gekauft). Es ist ein Web-Baumwollstoff mit Stretchanteil, der sich in Querrichtung dehnt. Hätte ich nicht gedacht, aber wegen des Stretchanteils ist meine zuvor sorgfältig angepasste Probe dann doch wieder zu weit geworden. Hier im Video kann man das ganz gut sehen. (Das mit den Videos muss ich noch weiter üben. Gern nehm ich auch Tipps von euch in der Sache an. )

    video

    Nachdem mir meine 'Nähtreff-Frauen' alles etwas enger steckten, war ich dann aber mit der Passform zufrieden. Keine Schrägzüge mehr im Vorderteil, so wie bei meiner ersten Hemdbluse:


    Ich habe jetzt einen Brustabnäher von Größe 46 (!) im Schnitt, und auch sonst ist alles ordentlich hochgradiert.


    Nach dem ich das Kleid dann erstmals trug - eine Tour mit dem Fahrrad zum Supermarkt - musste ich dann noch feststellen, dass es gar nicht schicklich aussieht wenn ich den Schlitz öffne, für die Bewegungsfreiheit auf dem Rad.
    Also kam mir die Idee für eine zum Kleid passenden Radlerhose.
    Von dieser knielangen Leggings hatte ich schon vor einiger Zeit die Beine abgeschnitten, sie passt farblich 1a zum Kleid...


    ... und weil mein Stoff so schön dehnbar ist, konnte ich unten am Bein noch einen Streifen davon gegensetzen. Mit Stretchstich und Rascheleinlage hat alles super geklappt:


    Schon seit einiger Zeit habe ich eine uralte Puppe in der Garage stehen. Die Lady ist noch aus dem Bestand einer alten Firma die früher Kittelschürzen fertigte - insofern ist sie ihrer Bestimmung hier absolut treu geblieben.
    Was die unterschiedlichen Proportionen in der Wirkung doch ausmachen!


    Während ich auf Instagram kürzlich noch stolz verkündete,  mein Kleid sei nun endlich fertig und ich wäre zufrieden mit dem Ergebnis - muss ich mir inzwischen eingestehen, dass ich um ein Futter für das Kleid wohl doch nicht rumkomme, denn es klebt ganz fürchterlich beim Tragen.

    Aber das geht ja eigentlich recht schnell, und dann ist es auch wirklich gut, und ich plane auch schon eine neue Version nach dem Schnitt zu nähen.

    Wie sieht es bei euch aus? Ich freu mich natürlich schon auf dem MMM-Blog zu gucken was da heute los ist:




    Mittwoch, 27. April 2016

    Fotowahrheit Hemdbluse

    Eigentlich ist es bei mir immer so, wenn ich mir etwas für mich zum Anziehen genäht habe, dass ich es erst richtig beurteilen kann wenn ich die sogenannten Trage-Fotos sehe. Und der Me Made Mittwoch ist dann immer auch eine gute Gelegenheit, um diese Fotos zu präsentieren und zu besprechen.
    So auch heute. Ich trage eine  Hemdbluse die ich mir nach  Burda Magazin 6/2013 Modell 119 nähte.


    Wie die Fotos mir offenbaren, ist die Passform allerdings fehlerhaft. Als wenn ich es nicht schon beim Zuschneiden gewusst hätte, aber die Verdrängungsmechanismen waren mal wieder stärker und ich bin drüber weg: Es fehlt auf jeden Fall Weite, besonders im Bereich der Hüfte. Ich sehe das an den Schrägzügen die von unterhalb der Brust zur Seite hin verlaufen.


    Außerdem finde ich - erst jetzt wo ich die Fotos betrachte - dass ich die Bluse, wenn ich sie zur Hose mit engem Bein trage, doch hätte länger machen wollen. Hinten länger als vorne allerdings finde ich immer ganz gut für meine Figur. 


    Die Rückansicht zeigt es auch noch mal deutlich, dass die Bluse mehr Weite über der Hüfte gebraucht hätte. Und auch oben am Kragenansatz ist noch was nicht richtig. 
    Da ist auf jeden Fall noch Luft nach oben in Sachen Passform und ich werde das Vorhaben Hemdbluse noch mal neu angehen - soviel steht fest. 


    Und jetzt möchte ich die Showbühne heute noch nutzen um 3 tolle Geschenke zu zeigen die ich von einer Frau aus meinem lokalen Nähtreff erhielt. Da ist erstens der Trenchcoat den ich wirklich ausgesprochen gern trage, dann noch die Jeansjacke die mir erstaunlicherweise hervorragend gut passt (so gut dass ich schon überlege mir den Schnitt abzunehmen) und last but not least dieser tolle Koffer, den ich für meine Nähuntensilien verwenden möchte. 
    Der Trench und die Jeansjacke sind natürlich selbstgenäht! Der Koffer ist aus dem Nachlass einer leider verstorbenen Freundin.
    An dieser Stelle lieben Dank an G. aus E. :-)   


    Hier nun noch der obligatorische Link zum Treff: