"

Sonntag, 5. Februar 2017

Schnittkonstruktion Wasserfall (2) - Blaue Edition


Die Wenn's und Aber's der Konstruktion eines Wasserfallausschnittes auf Basis eines Web-Grundschnitts mit Brustabnäher.

Oder: Wie sich die Parameter von Schulterbreite, Ausschnitttiefe, und Mehrweite  in der VM bei dieser Konstruktion variabel bestimmen lassen.


Laaangweilig - das werden sicherlich manche Leserinnen jetzt denken.
Aber ich hasse es, wenn die Dinge unerledigt bleiben.

Also zurück zu der Wasserfallkonstruktion aus dem Web-Grundschnitt mit Brustabnäher.

Mit Klick auf diese Grafik seid ihr auf dem Downloadlink meiner Konstruktion im Maßstab 1:4, über die ich zum MMM hier bereits bloggte.



Heute möchte ich nun etwas mehr ins Detail gehen.

Jede Figur mit dem entsprechenden Grundschnitt bringt andere Voraussetzungen mit sich,

Das was ich an dieser Konstruktion sehr mag ist, dass ich die Parameter

- Schulterbreite
- Ausschnitttiefe und
- Mehrweite zur vorderen Mitte

individuell und im Wechselspiel miteinander selbst bestimmen kann.

Hier habe ich 3 mögliche Varianten übereinander gezeichnet:
Am Beispiel der blauen Variante möchte ich meine Konstruktion genauer erläutern.

Hier ist die Schulterbreite mit 10cm festgelegt worden und die Tiefe des vorderen Ausschnitts mit 13cm.
1. Eine wichtige Bedingung bei der späteren Zeichnung des Ausschnitts ab Schulter, ist der rechte   Winkel in der vorderen Mitte, und auch unten am Saum sollte abgewinkelt werden.
2. Der Betrag der gemessenen Länge des vorderen Ausschnitts, (Tiefe 13cm s.o.) soll gleich dem Betrag der Länge des neu konstruiertem Wasserfall-Ausschnitts sein. Hier in meiner blauen Version sind es 30,5cm.
3. Je nach Konstruktion ergibt sich durch die Verlängerung der vorderen Mitte zum Saumpunkt ein bestimmter Wert an Mehrweite in der vorderen Mitte, auf Höhe des Brustabnähers.  Hier sind es 4cm.
4. Unter Umständen muss der Schulterpunkt erhöht werden, damit sich die Länge des Ausschnitts auf den neu zu konstruierenden Wasserfallausschnitt übertragen lässt. Hier wurde abgewinkelt und um 2,5cm erhöht - dann die Schulternaht neu ausgezeichnet. 



Meine Tests zum Kleid mit halbem Teller gehen weiter. So sieht es aus, wenn ich das Oberteil mit dem 'blauen Ausschnitt' habe.  Ich möchte noch ein Kapuze anbauen und überlege jetzt, ob mir der Ausschnitt in dieser Variante dafüe tief genug ist. Mal sehen... .



verlinkt bei:

Mittwoch, 1. Februar 2017

Kurz vor Tonne!


Hallo Ihr!

Im Selbstgenähten sehen und gesehen werden - das ist heute wieder das Motto beim MMM.

Bei mir gibt es diesmal ein Murks-Kleid zu sehen. Der Schnitt ist wieder dieses Wasserfall-Kapuzen-Kleid, ein Modell nach eigenem Entwurf an dem ich seit einer Weile immer mal wieder herumbastele.


Der Stoff ist ein Leo-Jersey, aber das Kleid ist mit unelastischem Taft unterfüttert. Glaub ich mag gar nichts weiter mehr zu dem Modell sagen. Es war kurz vor Tonne, aber dann habe ich alles noch mal getrennt und versucht es zu retten. Hier jedenfalls seht ihr die Endversion.


Als ich das Kleid im Herbst nähte habe ich  ein paar Fotos gemacht. Aber irgendwie sind Herbst und Winter nicht die richtige Jahreszeit für das Kleid. Vielleicht trage ich es dann doch eher im Frühling und Sommer - oder auch gar nie -  das bleibt noch abzuwarten.






Meine Probiererei mit dem Schnitt geht in diesen Tagen weiter. Ich dachte mir, ich versuche es mal mit einem halben Teller im Rock-Teil, und setze oben meine Wasserfall-Kapuzen- Konstruktion an. Dazu eventuell einen etwas zum Saum hin ausgestellten Ärmel?

Das was man hier auf dem Foto sieht ist nur provisorisch gesteckt. Ich habe den halben Teller zugeschnitten und über mein fertiges Shift-Kleid gezogen und einen Stofffetzen ins Armloch gesteckt. Warum die Länge hier so schräg aussieht weiß ich auch nicht.
Aber es hat etwas - finde ich jedenfalls. :-)




Ja - und dann machte ich mich daran so eine Kleid-Grundform mit 1/2 Teller für mich anzupassen. Ehrlich gesagt habe ich mich innerlich auf die große Ernüchterung vorbereitet- aber wider Erwarten finde ich die Silhouette an mir gar nicht so schlecht. Geht... würde ich sagen. Mit einem passenden Cardi drüber kann ich das glaube ich tragen.


Im nächsten Schritt werde ich mir aus meinem wunderschönen Probestoff (Ironiemodus!) ein paar Wasserfälle mit verschieden großen Ausschnitten zuschneiden und probenähen  - um dann an den bevorzugten noch eine Kapuze anzukonstruieren.

Zu diesen Ausschnittvarianten habe ich jetzt auch endlich mein Tutorial fertig , das kann ich dann mitposten.





Jetzt aber zur großen Show auf dem Me Made Mittwoch Blog:


Mittwoch, 25. Januar 2017

Shift dress Remake


Immer wieder gern in Neuauflage bei mir: Das Shiftdress von Burda (in unseren Kreisen auch bekannt als Schwanenkleid)
Diese Karo-Version habe ich mir irgendwann im vergangenen Herbst genäht und noch nicht gezeigt.


In der Regel trage ich das Kleid kombiniert mit einem gekauftem Viskose Cardigan (von dem Cardi möchte ich übrigens unbedingt noch mal den Schnitt abnehmen, weil ich ihn so sehr mag).


Hab das Kleid kurzerhand ohne Ärmel genäht, weil ich den Cardi IMMER dazu trage. Und so ist mir auch  noch ausreichend Stoffrest für einen Rock übrig geblieben.



Etwas ärgerlich finde ich, dass der an sich so tolle Romanit den ich bei Alfatex Bremen kaufte, zu Pilling neigt. Dieses Foto hier ist von der Stelle über dem Bauch, dort scheint es besonders viel Reibung zu geben.  :-/


Aber egal - so schlimm finde ich es nicht, weil das Kleid eh eins für den Alltag ist und wenn es aufgetragen ist, gibt es erneut ein Remake.


Was tragt ihr heute, an dem hier bei mir in Norddeutschland eher grauen und tristen Januar-Tag? 

Freue mich schon zu gucken: 

.

Donnerstag, 19. Januar 2017

Schnittkonstruktion Wasserfall (1)

Irgendwie habe ich diese Datei mit der Konstruktion eines Wasserfallausschnittes aus meinem Grundschnitt schon eine halbe Ewigkeit bei mir in der Daten-Ablage.
Die hau ich heute zum RUMS nun endlich mal raus, wie ich gerade spontan beschlossen habe.

Dieses Shirt ist eine Neuauflage. Ich habe es bereits einmal genäht im Rahmen einer SWAP-Aktion - aber inzwischen bin ich soviel dicker geworden, dass das nicht mehr passt. Also kurzerhand in größer nochmal. Auch hat es mich immer genervt, dass ich die Konstruktion damals nur rudimentär zeigte und trotzdem (lt. Blog-Statistik) der Post recht viel aufgerufen wurde.  Hier nun also eine 'anständige' Darstellung meiner Konstruktion. Unter der Grafik ist ein Link mit den PDF's meiner Konstruktion im Mini-Maßstab. Zum Nachbasteln könntet ihr die Seiten einfach ausdrucken - ist alles DINA4 Format und es braucht nichts geklebt zu werden. (Diese Grafik hier lässt sich mit rechter Maustaste irgendwie auch noch deutlich vergrößern.)


Meine Wasserfallkonstruktion im Maßstab 1:4 -  PDF Download

Und wenn ich schon mal poste heute, dann kann ich auch gleich meine Fenster und Kissen mit vorführen. Mein Vermieter/Freund brachte mir irgendwann so ein großes Stück Schaumstoff mit für meine Sitzbank vor dem Fenster.


Hab mir erstmal Kissen genäht, aus so schönem Stoff mit Nähmaschinen drauf. Den Stoff wiederum bekam ich von einer Nähfreundin aus meinem Nähtreff geschenkt. (Gisela -> ♥)
Und die Vorhänge im Hintergrund sind aus dem Stoff genäht, den ich einst kaufte für meine Foto-Hintergründe. Jetzt hat er bessere Verwendung vor dem Fenster, denn er verdunkelt sogar.


Überall in meiner kleinen Wohnung habe ich jetzt endlich Vorhänge bzw. Deko für die Fenster - und alles für 0,00 Euro. Dieser grüne Stoff  ist auch aus meinem Fundus, den bekam ich einst von einer Nachbarin geschenkt. Sie hat das Nähen aufgegeben wegen ihres höheren Alters und vermachte mir alle ihre alten Stoffe.


So weit so gut - bin froh dass dieser Post nun raus ist. In letzter Zeit habe ich leider keine richtige Lust mehr zum Bloggen - hoffe das gibt sich wieder.
Vielleicht mag mir die Teilnahme heute hier am RUMS ja einen neuen Motivationsschub verleihen.
Ganz liebe Grüße

Immi

Verlinkt bei : RUMS, Somachichdas

Dienstag, 27. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Sewalong - Finale


Es hat keinen Sinn. Ich gebe es auf. Das mit den schönen Outdoorfotos von meinem Weihnachtskleid
meine ich.
Das Finale des Weihnachtskleid-Sewalongs ist längst veröffentlicht und das Tool schließt bald. Der Plan war eigentlich, dass meine große Tochter die mich über die Feiertage besucht, ein paar Tragefotos macht. Wir haben das Vorhaben geschoben und geschoben -   und nun liegt sie krank im Bett  und die Deadline läuft ab. Alleine vor der Kamera rumhampeln habe ich aber auch keine Lust, also poste ich jetzt einfach ohne schöne Fotos

Hier das Schnittbild meines Kleides dass ich nach dem Modell #112 aus der Burda 12/2016 aus meinem Grundschnitt konstruierte

Vorab hatte ich mir das Kleid digital übergezogen. In der 3. Dimension wirkt es dann doch etwas fülliger  plastischer, wie man sieht. :-)




Wer  mag, der kann mit mir kurz meine Konstruktion des Modells (Burda 12/2016 #112) betrachten.

In der Übersicht sehen wir meinen Grundschnitt der mit schwarzen Linien gezeichnet ist, und darüber das Modell mit roten Linien, ausgefüllt mit rosè.

Die Konstruktion des Modells ist sehr simpel. Die einzelnen Konstruktionsschritte hier noch mal en detail:

  • Das Einzeichnen des Halsausschnitts. Mein Maß ab Halskuhle darf 13cm nie überschreiten, sonst gibt es zuviel Einsicht. 


  • Die Schulternahtverlegung. Die vordere Schulter wurde c.a. 1cm nach vorne verlegt und die hintere Schulter um den gleichen Betrag nach hinten. Den Schulterblatt-Abnäher habe ich gekürzt. Oder hätte ich ihn verlängern sollen? 


  • Die Verlegung des Brustabnähers nach unten. Die Lage des Brustabnähers habe ich vom Originalschnitt abgeguckt. 


  • Und weil mir das Kleid nach der 1.Anprobe zu weit erschien, habe ich es noch ordentlich tailliert. Wenn ich es richtig weiß, dann hat Burda diese Taillierung in der Konstruktion aus dem Grundschnitt nicht gemacht (siehe mein 1. Post zum reverse engineering) aber an meiner Figur sieht gerade oder sackartig einfach nie gut aus.




Das Kleid war schnell genäht und ich hatte noch genügend Reste um mir den Schal zum Kleid nach Schnittmuster zu nähen.


Linksseitig habe ich einen anthrazit farbenen Romanit gewählt. Ganz ohne Abseite erschien mir zu langweilig.



Möchte sagen mein Kleid ist ein Erfolg. Ich mag es gern und habe es auch vor Weihnachten schon getragen, um ehrlich zu sein.

Besonders gern mag ich die Trompetenärmel, derentwegen das Modell unter den Sewalong-Näherinnen auch schon den Ruf als Rotkohl-Kleid weg hat. :-)
Wenn mich der Volant an den Ärmeln stört  - also nicht nur beim Weihnachtsessen sondern beispielsweise auch beim Nähen oder bei der Hausarbeit - dann stecke ich ihn einfach nach innen unter die Ansatznaht. Das geht prima, weil ich das elastische Band eingenäht habe.

So - jetzt ist er fertig mein Post - auch ohne ganz schöne Bilder.

Ich verabschiede mich -  aber nicht ohne ein dickes fettes Dankeschön an Dodo und Yvonne die den Sewalong in diesem Jahr gehostet - und sich nebenbei sehr interessante und wunderschöne Kleider genäht haben.

Liebe Grüße
Immi


Samstag, 10. Dezember 2016

Weihnachtskleid-Sewalong 3 - Burdastyle 12/2016 #112


Mein Weihnachtskleid ist fertig! ✔

An der ersten Probe gefiel mir die Silhouette noch gar  nicht,aber nachdem ich den Schnitt nun tailliert habe, bin ich sehr zufrieden.

Das Schnittbild, also eine Grafik die die Überlagerung meines Grundschnittes mit dem daraus erstellten Modell zeigt, kommt in einem der folgenden Posts. Tragefoto genauso. Es sind ja immerhin noch 2 Termine bis zum Finale.

Hier aber einige Detailfotos die beweisen, dass ich tatsächlich schon vor Termin fertig bin.



Den Ärmel-Abschluss, genau wie den Saum, habe ich wieder mit dem Falzband genäht, dass ich lagernd habe aus den Restbeständen einer geschlossenen Bekleidungsnäherei. Ich steppe es knappkantig in der Kante gegen, bücke die Kante noch einmal um und fertig ist. Sieht immer so schön sauber aus wie ich finde.



Mein über alles geliebtes Silikonband setze ich ebenfalls  nach wie vor sehr gerne ein. Hier habe ich es in der Naht des Volant-Ansatzes. Mit diesem Band bleibt immer alles so schön in Form, wobei die Elastizität erhalten bleibt. In den Brustabnähern habe ich es ebenfalls mitgefasst.


Und noch eine Ansicht von links. Ich habe das Kleid schon getragen wie man an den Knittern erkennen kann. Erst wollte ich das Stretch-Futter vom namhaftem Hersteller verwenden, aber ich habe es lieber gelassen, weil ich den Eindruck habe es ist nicht antistatisch und ich wollte auf jeden Fall vermeiden, dass ich mich später dauernd über ein klebendes  Futter ärgere.


Nun denke ich daran noch einen Schal aus den Stoffresten zu nähen, eventuell mit einer Abseite aus schwarzen Jerseyresten.


Ein Zopfband könnte ich auch noch machen. Mal sehen... .

Wir Weihnachtskleidnäherinnen in 2016  sehen uns ja schon im Laufe der nächsten Woche wieder.

Schöne Grüße bis dahin,
 mit Blick aus meinem Nähzimmer:



Immi

Freitag, 25. November 2016

Weihnachtskleid-Sewalong 2 - Burdastyle 12/2016 #112




Der Weihnachtskleid-Sewalong 2 - auf den allerletzten Drücker hänge ich mich noch ran.
Ich dachte mir, dass ich ein einfaches Kleid aus der aktuellen Dezember Burda -  12/2016 #112 - schnell noch schneidern könnte.
Aber wie immer bei mir, geht gar nichts schnell, und ich murkse schon wieder herum.

Doch eine Sache freut mich dennoch! Nämlich dass mir das Kleid nach meinen Vorab-Änderungen am Schnitt sofort perfekt passt. Durch reverse engineering habe ich die Konstruktion des Schnittes aus dem Burda Magazin zurückverfolgt, um dann adäquat die Änderungen vom Grund- zum Modellschnitt an meiner eigenen persönlichen Basis zu übertragen.


So wie mir scheint wurde für dieses Modell die Schulternaht verlegt. Jedenfalls sieht es in dem Schnittbild, mit dem ich den von mir selbst vermuteten Burda-Grundschnitt mit dem Modell überlagere, ganz danach aus!?
Weiß eigentlich jemand WARUM bei der Schnittkonstruktion manchmal die Schulternaht vorverlegt wird? Ich bin ja Keine die viel in Büchern liest und habe nur kurz bei Hofenbitzer geguckt. Dort seht nur, dass das aus 'optischen Gründen' gemacht wird.

----

Bei der Wahl meines Stoffes habe ich aber leider kein gutes Händchen bewiesen. Es ist ein Polyesther-Stretch in Brauntönen mit so einer blasigen Oberfläche.


Schon das Übertragen der Markierungen auf den Stoff erwies sich als schwierig.  Seit Ewigkeiten habe ich nicht mehr durchgeschlagen, aber hier schien es mir unausweichlich weil weder Kreide, noch Seife, noch irgendwelche Filzstifte sichtbar blieben.


---

Dies hier ist ein Foto von der ersten Anprobe, alles nur geheftet. Leider fällt der Rock zusammen. Das kann am labberigen Jersey liegen - wobei Burda allerdings auch Jersey für das Modell empfiehlt - es kann aber einfach auch daran liegen, dass ein in dieser Form ausgestellter Rock nicht schön fallen KANN. Hatte nicht Michou mir schon vor langer Zeit hier bei mir in einem  Blog-Kommentar erklärt wieso nicht. Und vor kurzem postete sie das hier Fadenlauf nutzen am Rockteil.

Vielleicht probier ich bei Zeiten mal so etwas in der Art dieser ausgefeilten A-Linien Schnitte von der Lindy Stokes, die es bei Meike im Shop gibt. Oder ich finde  mich sogleich damit ab, dass mir einfach immer nur Kleider mit schmaler Silhouette stehen.



Wie auch immer - Der Sewalong geht ja noch eine Weile und es bleibt mir noch Zeit mein Kleid irgendwie zu optimieren.

Ein paar Vorschläge habe ich sogar gerade schon von meinen Followern auf Twitter erhalten.

Außerdem gibt es da ja diesen umfangreichen Pool aller anderen Weihachtskleid-Näherinnen ,der mich unter Umständen noch irgendwie inspiriert.